3. März: World Wildlife Day (Welttag des Artenschutzes)

Am 3. März ist Welttag des Artenschutzes: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen will ein Zeichen setzen, um auf bedrohte Arten aufmerksam zu machen. Als Wildlife Fotografie liebhaber sind wir ständig in Wäldern, Parks und Co. unterwegs und dürfen deren Faszination hautnah erleben.

Wir lernen die wundersame Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt bei jedem Blick durch die Linse auf ein Neues zu schätzen und lieben. Die Natur ist nicht nur ein allseits beliebtes Motiv für großartige Fotografien, sie ist die unmittelbare Lebensgrundlage für uns Menschen.

Leider ist die Biodiversität des Planeten in Gefahr. Auch in Deutschland ist mittlerweile jede dritte Tier- und Pflanzenart gefährdet, zu ihnen gehören Kegelrobben, Wildkatzen, Fischotter und Wildkaninchen.

Dazu sind es zwei von drei Arten der Wirbeltiere. Weitere Arten sind direkt vom Aussterben bedroht.

World Wildlife Day

Dafür steht der World Wildlife Day

Am Welttag des Artenschutzes sind international Organisationen und Institutionen sowie die Öffentlichkeit als Ganzes dazu aufgerufen, auf die Wichtigkeit des Erhalts der Artenvielfalt hinzuweisen.

Dabei kann durch vielfältige unabhängige Aktionen ein Zeichen gegen das globale Artensterben gesetzt werden.

In jedem Jahr steht der World Wildlife Day unter einem anderen Motto. 2022 lautet dieses

„Wiederherstellung von Schlüsselarten für die Restaurierung von Ökosystemen“.

World Wildlife Day

Andere Jahre beschäftigen sich unter anderem mit der zentralen Bedeutung von Wäldern für Mensch und Planet.

World Wildlife Day 2022 - Recovering key species for ecosystem restoration

Hintergründe

Die Ursprünge des Welttages des Artenschutzes reichen weit zurück. Vor beinahe 50 Jahren wurde das Washingtoner Artenschutzabkommen ausgehandelt. Unter dem Namen CITES wird hierbei seit 1975 der internationale Handel mit wilden Tier- und Pflanzenhandel reguliert.

Gefahren des Handelns für die Arten sollen dabei durch Kontrollen und Begrenzungen verhindert werden. Inzwischen sind 183 Staaten Mitglieder des Abkommens. Etwa 5.600 Tierarten und 30.000 Pflanzenarten sind durch CITES unter Schutz gestellt.

Alle zwei bis drei Jahren findet ein Treffen von Delegierten der Vertragsstaaten, Handelsvertretern und NGOs statt.

Über mehrere Wochen werden Schutzanträge, Veränderungen im Schutzstatus einzelner Arten sowie Resolutionen und zu vollziehende Entscheidungen verhandelt.

Die geschützten Arten sind in verschiedenen Gefährdungsstufen aufgeführt. Sie sind untergliedert in unmittelbar vom Aussterben bedrohte Arten wie den Schneeleoparden, durch den Handel gefährdete Arten und solche, für die der Handel lokal reguliert werden muss.

Zusätzlich zur Bedrohung durch Jagd und Handel steht auch die Zerstörung von Lebensraum im Mittelpunkt des Abkommens.

Um auf die verheerenden Folgen des bereits zu verzeichnenden Verlustes von Lebensraum aufmerksam zu machen, wurde 2013 erstmals der World Wildlife Day ins Leben gerufen.

Als Tag wählte man eben jenes Datum, an welchem Jahre das Handelsabkommens CITES entstand.

Gemeinsam für den Artenschutz

Um den drohenden Auswirkungen des Artensterbens entgegenzuwirken, haben die UN eine Reihe von Nachhaltigkeitszielen festgesetzte, die eine bessere Zukunft ermöglichen sollen.

Beispielhaft sind Maßnahmen zum Klimaschutz, das Leben unter Wasser, die Bekämpfung von Armut oder Nachhaltiger Konsum. Da die Geschwindigkeit des Artensterbens ein noch nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat, ist die Beteiligung jedes Einzelnen von immenser Bedeutung.

Neben den internationalen politischen Maßnahmen gibt es auch Dinge, die wir selbst zum Schutz der Arten beitragen können. Damit wir auch in Zukunft die Natur in ihrer vollen Pracht erleben und fotografieren dürfen, ist jeder von uns gefragt, einen Teil zum Artenschutz beizutragen.

Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten kann auf den Kauf von Lebensmitteln mit Bio-Qualität oder aus regionalen Beständen geachtet werden. Wir können auf den Konsum von Palmöl und das Verzehren bedrohter Fischarten verzichten.

Wenn Du einen eigenen Garten hast, kannst Du dort auf Pestizide verzichten oder anstelle eines künstlich getrimmten Rasens Kräuter und Blumen wachsen lassen.